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In der Nacht vom 28.10. auf den 29.10. wurde das C1 besetzt. Erste Infrastukturen (VoKü usw.) haben sich bereits etabliert. Stellt Euch also bitte auf eine längere Besetzung ein.
Für alle Interessierten:
Das C1 soll im Gegensatz zum Audimax als Diskussions und Ruheraum genutzt werden. Hier herrscht absolutes Rauchverbot.
Nähere Infos folgen.
Für die HörerInnen Vollversammlung treffen wir uns trotzdem erstmal im C1 und entscheiden dann wo wir diskutieren wollen.
Das steht auf der Website der Studienrichtungsvertretung der Kunstgeschichte. Abgesehen davon dass, wenn es ein Diskussionsraum sein soll, es kein Ruheraum und jene Nutzung nicht im Gegensatz zum Audimax sein kann, das ja genau ein Diskussionsraum ist: Einen Ruheraum hat jeder zu Hause, einen Diskussionsraum wie gesagt bereits im AudiMax des Hauptgebäudes, das Signal das zehntausende hinter den Forderungen der Studierenden stehen wurde gestern Abend nur zu klar gegeben. Daher ist es wohl kaum nötig noch einen Hörsaal zu besetzen, die Umstände für die Studierenden (und ja, es gibt solche die trotz der Proteste gerne ihre Lehrveranstaltungen wahrnehmen würden, denen sei ihr Recht doch bitte auch gewährt) noch unangenehmer zu machen und noch mehr Kosten für die Ausweichräumlichkeiten zu verursachen.
Solidarität, dieses in den letzten Tagen bis zur Unerträglichkeit ausgenutzte Wort, ja Solidarität ist wichtig. Man soll sie zeigen, jeder in dem ihm zuträglichem Maße, jeder auf seine ihm zuträgliche Weise. Wer demonstrieren will hatte gestern die Chance, er wird sie wieder haben, wer sich engagieren will, in Arbeitsgruppen, Gremien, wo auch immer, der hat seit sieben Tagen nahezu überbrandende Möglichkeiten, wer besetzen will, der soll besetzen. Im AudiMax. Soll den öffentlichen Raum zurückfordern wie das Klaus Werner-Lobo bezeichnete und es völlig richtigerweise überaus wichtig nannte. Einen Raum schaffen, sich einen (öffentlichen) Raum nehmen um dieser Bewegung eben einen Diskussionsraum zu geben, ein Podium, einen Schlafraum beizeiten, einen Partyraum; ja, auch um unangenehm zu sein, ein Sandkorn im Getriebe, um wahrgenommen zu werden, ist gut, da kann man nichts dagegen sagen. Wer aber glaubt, im plötzlichen, euphorischen Rausch einer Masse, die das Gefühl hat, dass sie alles schaffen kann (und zu sehr vielem auch das Potential) das Wachstum derselben weiter am Leben erhalten und sie dadurch vor dem Zerfall bewahren zu können in dem er einfach die Gründungsrituale immer und immer wiederholt und damit also das Mittel zum Zweck, den Ausdruck des Unmuts einer ganzen Bevölkerungsgruppe zum Ritual, zur Floskel degradiert, der ist entschieden auf dem Holzweg.
Ein Streik der Studierenden blockiert im Gegensatz zu einem der Dienstleister zu allererst sie selbst, deswegen fühlen sich die Verantwortlichen hier große Dringlichkeit walten zu lassen nicht bemüßigt, selbst ein Generalstreik der Studierenden - und das scheint bei dieser Sucht nach Quantität das Ziel - würde daran nichts ändern. Es gilt also sehr wohl die Anstrengungen weiter anzutreiben, nicht aber, durch noch mehr Blockaden unserer selbst, sondern durch konstruktives Arbeiten in den bereits vorhandenen Strukturen. Eine Besetzung des Besetzens wegen kann den Zielen dieser Masse nur entgegenwirken.
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