| ***** ****** ist dumm.Normalerweise würde ich ja nicht sagen dieser oder jener Politiker in Österreich ist dumm. Wiewohl ich die Meinung der wenigsten teile so bin ich doch immer gewillt zu denken, sie würden mit ihren Aussagen und Vorschlägen, so idiotisch sie auch sein mögen, ein Ziel verfolgen. Sei es auch ein rein populistisches, der Versuch irgendwie wieder mit seinen Lieblingsthemen in die Medien zu kommen, et cetera. Das alles macht ja - vom Standpunkt eines Politikers in unserer sogenannten Demokratie, wo alles darauf hinausläuft dass Politiker das tun, was für sie am wahrscheinlichsten eine Wiederwahl bedeutet - perfekten Sinn. Wenn aber dieser Versuch, sich in der Nähe mittlerweile traditionell wichtiger - für die Wiederwahl - Themen zu positionieren so groteske Formen annimmt wie zur Zeit, dann ist es schon mal an der Zeit zu sagen, ***** ****** und ********* ***** sind dumm. Nicht so sehr, weil sie mit diesem Schauspiel zeigen, dass sie es sind, sondern, weil sie damit ja auch uns, den Bürgern, unterstellen dumm zu sein. Wenn man nämlich meint, sich mit solchen Schlagzeilen (und in einer solchen Art und Weise - aber dass sich Politiker hierzulande Vorschläge am liebsten über Massenmedien unterbreiten scheint ja mittlerweile gelebte Praxis) als Garant für Sicherheit - oder was auch immer dahinter stehen soll - positionieren zu können, muss man denken, dass die Wähler in diesem Land sehr dumm sind. Wie du mir, so ich dir also. Natürlich mache ich es dann nicht, übermale die Namen mit Sternchen, alles andere hieße ja, sich dem Niveau eben jener Protagonisten der hiesigen Politik anzupassen. Und wäre ja auch unfair den anderen gegenüber, die genauso unfähig sind und dann hier nicht genannt werden würden. Eine Nennung weniger als die anderen - das würde doch nur zu weiteren aufmerksamkeitsheischenden Dummheiten führen. close / add comment | Warum ein Asylrecht in Österreich nicht gerecht sein kann.Aus aktuelleem Anlass und weil in den Medien, oder zumindest in den Zeitungen gerade viel darüber berichtet wird, weil die einen sagen das Fremdenrecht und dessen Novelle sei Gerecht, human und effizient, die Anderen das Gegenteil und fordern eine Änderung, damit es denn so werde. Nicht wie ein solches sein soll, sondern dass ein Asylrecht zumindest niemals gerecht sein kann, soll hier zum Thema werden. Das Vorhandensein eines Asylrechts zeigt ja zuallererst einmal, dass es, um in Österreich sein zu dürfen (von den Problemen, hierher kommen zu dürfen ganz zu schweigen) einen triftigen Grund braucht. Wieso aber müssen Menschen einen triftigen Grund vorweisen, hier sein zu dürfen? - Weil wir in einem System leben, das darauf aufbaut, dass es uns gut geht und anderen schlecht. Uns, als Bewohner der sogenannten ersten Welt und anderen als Bewohner der von uns so bezeichneten dritten Welt. Nun ist es nicht nur so, dass es uns besser geht und jenen schlechter, sondern, dass es uns besser geht weil es den anderen schlechter geht. Aus diesem Grund wollen viele Menschen hierher. Und um dieses Ungleichgewicht aufrecht zu erhalten muss dies verhindert werden. Deshalb benötigt man eine Aufenthaltserlaubnis für Österreich, wenn man kein Bürger der EU ist, deshalb benötigt man eine Arbeitserlaubnis und deshalb gibt es des Weiteren ein Asylrecht. Um Menschen das Hierbleiben zu ermöglichen, die nicht aus wirtschaftlichen Gründen hier sein wollen und nicht auf Urlaub sondern aus anderen vielleicht sogar viel triftigeren Gründen.
Aber aus welchen eigentlich? Was heißt denn um Asyl ansuchen? Das Wort Asyl leitet sich vom griechischen asylon ab, was bedeutet unberaubt, unverletzt. Menschen, die um Asyl ansuchen, suchen also an, Unverletzte, Unberaubte zu sein. Wollte man dies gewähren, so müsste man allen die darum Ansuchen Asyl, also Unberaubtheit gewähren, außer jenen, die ohnehin keine Probleme haben, in Österreich sein zu dürfen. Denn was die sogenannte erste Welt an der so genannten dritten betreibt ist Raub. Gerecht im Sinne eines radbruchschen, übergesetzlichen Rechts kann also die Notwendigkeit eines Asylrechts und somit ein Asylrecht selbst nie sein.
Aber human. Oder zumindest seinem Zweck entsprechend. Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt, unterdrückt, verstümmelt werden und deswegen hierher kommen, die vor etwas fliehen dass in Österreich – wie Frau Fekter schreibt – kaum vorstellbar ist; diese Menschen, die hier Schutz suchen, brauchen vor allem eines, Vertrauen. Denn wenn man einem Asylsuchenden, einem in seinem Land um die Menschlichkeit Betrogenen, bei seiner schutzsuchenden Ankunft mit Misstrauen, und der pauschalen Beschuldigung als zukünftigen Kriminellen entgegentritt, dann hat man ihm Asyl bereits verweigert, auch wenn er vielleicht bleiben darf. Asyl bedeutet nämlich auch Zufluchtsort, Heim, Obdach und darin hat das Gefühl unerwünscht zu sein keinen Platz. close / add comment | HC's Kampf für Freiheit gegen eine zentrale EUGestern bekam ich - wie so viele andere - einen Brief der FPÖ. Ich hatte diesen weder erwartet noch bestellt, aber nichts desto trotz öffnete und besah ich ihn mir. Er beinhielt ein Comic-Heft, offensichtlich aus der Serie HC-Comics und zwar der Band 1. Titel: Der Blaue Planet. HC's Kampf für Freiheit gegen eine zentrale EU
“ Hallo Leute! Die folgende Geschichte hat's in sich. Auf den ersten Blick klingt manches vielleicht unglaublich. Aber wenn wir nicht aufpassen, kann sie sehr bald wahr werden*...
Euer
HC Stra-Che
so das Vorwort, der Stern verweist auf folgende Anmerkung
“ Das vorliegende Heft ist keine Parteiwerbung. Keine EU-Propagandaschrift. Und auch keine öde Belehrung über die Europäische Union. Also keine ausgemacht [sic!] Brüsselei! Worum geht es dann? Um politische Bildung und Info, die nicht langweilig ist. Um mehr Sichtweisen, mehr Standpunkte, mehr Alternativen. Darum, wie die FPÖ die EU sieht. Und darum, dass es wichtig ist, zur EU-Wahl zu gehen! Und wenn Du beim Lesen Deinen Spaß hast, umso besser!
Manches haben wir ein bisschen übertrieben :-) ! Aber erstens sollst Du dir ja selber Deine Meinung bilden und zweitens: Was heute übertrieben erscheint, kann morgen schon wahr sein!
Soviel dazu. In der Geschichte wird von einem Zentralplaneten erzählt, dem Machtzentrum eines immer größer werdenden Systems von Mitgliedsplaneten. Fußnoten erklären immer wieder, was denn mit dem allem gemeint sei, in diesem Fall heißt es
“ Mitgliedsplaneten steht hier für EU-Mitgliedsstaaten: Derzeit hat die EU 27 davon. Wenn es nach SPÖ. ÖVP und den Grünen geht, werden bald auch die Türkei und Israel dabei sein. Die Folgen: Vormarsch des radikalen Islamismus, noch mehr Zuwanderung und die EU mitten drin im blutigen Nahost-Konflikt. Na bravo! Nur die FPÖ ist gegen diesen Wahnsinn.
Auf einem Planeten, dem blauen Planeten befindet sich HC, der beim seinem ersten Auftauchen gerade seinen gestählten, nackten Körper bei Mondschein in einem Gewässer badet. Zusammen mit einem - ebenfalls nackten - Mischwesen, einer Fee vielleicht. Oder einer Frau mit Flügeln, Ängie. Nun, der blaue Planet leistet Widerstand, will nicht den Reformvertrag unterschreiben und HC macht sich auf eine Fäkt-Finding-Misch`n [sic!]. Diese führt ihn auf den grauen Planeten, wo alles schlecht ist, das heißt in diesem Fall
“ Berufsasylanten ohne verfolgung am eigenen Planeten, Profi-Bettler, Zwangsehen-Vermittler zu Beispiel... ...und eine neue "Qualität des Miteinander" an unseren Schulen, obwohl die meisten Lehrer immer schön links waren. Jetzt sind sie selber Betroffene! Und natürlich auch eine Vielfalt an Drogendealern, Hasspredigern und Menschenhändlern!
Auf diesem Planeten trifft HC bei seiner Ankunft Stra-Che, der im Untergrund lebt, weil er jetzt eigentlich die Minderheit ist:
“ [Stra-Che:] Hey Kameraden! Wilkommen im grauen "Absurdistan"! [HC:] Komische Begrüßung! Wer ist denn der Kerl? / Kommt mir irgendwie bekannt vor! / Servus und Grüß Gott, HC mein Name! [Stra-Che (nimmt seine Kufiya ab wodurch die blaue Kleidung zum Vorschein kommt):] Psst. "Grüß Gott" kommt hier nicht mehr so gut, seit wir umgevolkt (!, Anm.) wurden. jetzt sind wir eigentlich die Minderheit. Deshalb auch meine Tarnung. Heiße Stra-Che.
Also, ich denke man hat jetzt einen Eindruck, wie das Ganze so abläuft in dem Comic, den Rest der Handlung erspare ich mir, ein paar Dinge aber noch, die mir besonders auffielen: Auf 59 Seiten, über die sich der Comic erstreckt sind HC und seine Symphatisanten 24 Mal eindeutig erkennbar beim Biertrinken gezeichnet, auf dem grauen Planeten gibt's [offiziell] nur eine lasche braune Suppe von einem internationalen Braukonzern!. So gut wie jeder Satz endet mit einem Ausrufezeichen, manchmal mit zwei. Auf dem grauen Planeten (der den Reformvertrag unterschrieben hat) sieht es so aus:
Auf den Wänden dort stehen Sachen wie ŠAZ DEIČ!, ŠeissLond VERREKE (hier sind im Doppel-S eindeutig zwei S-Runen zu erkennen), INLÄNDA RAUS, Kevin loves Emir!. Als sich ein Freund HCs eine Kronenzeitung kaufen will, die 0,90 kostet meint dieser Schmeiss rein! Die Zeitung ist was wert!. Und immer wieder wird darauf hingewiesen, dass der Zentralplanet resp. die EU das Wasser des blauen Planeten resp. Österreichs will.
Nun, bei einem derartigen Konglomerat ist es wohl schwer zu sagen, was mich am meisten schockierte, aber eine Anmerkung hob sich, wie ich finde, von den anderen ab:
“ EU-Fanatiker reden gern von einem "Europäischen Volk". Das gibt es aber nicht. Es gibt nur Österreicher, Deutsche, Franzosen, Engländer, ...
Denn sollten wir weiter fortfahren - und ich denke leider viel zu viele tun das noch - uns nur als Österreicher, Deutsche, Franzosen, Engländer, ... zu sehen und an streng nationalstaatlichen Ideen festzuhalten, die in unserer Zeit völlig obsolet sind (ja, aufgrund der vielerwähnten Globalisierung, die - ob gut, ob schlecht - jedenfalls nicht aufzuhalten, noch rückgängig zu machen ist), dann werden bald ähnliche Konflikte viel näher sein als der im Heft kommunizierte Nahost-Konflikt.
UPDATE: Wer noch nicht genug hat, kann sich hier noch das Video ansehen. Mit Lied. Sehr bedenklich.
close / add comment | Sehr bedenklichist, was hier in Attnang-Puchheim passiert. Den meisten nur vom mit-dem-Zug-Vorbeifahren bekannt, kommt diese kleine Stadt in Oberösterreich nun durch den Einsatz einer akustischen Waffe gegen Jugendliche in die Medien. In einem Kommentar ist zu lesen
“ die pauschale verurteilung und vertreibung einer bevölkerungsgruppe ist schon äußerst bedenklich.[sic]
Und in der Tat beschwört der Artikel äußerste Bedenken hervor, genauso wie die Website des Herstellers swiss-mosquito, die zu jedem Menüpunkt ein anderes Foto von gewalttätigen Jugendlichen oder den vermeintlichen Folgen ihres Handelns parat hat. close / add comment | In eigener Sache, die die des ganzen Staates sein sollte “ Es besteht die
Gefahr, dass die "Koalition neu" die aktuelle Finanzkrise als Vorwand
nimmt, um sich vor einer hinreichenden Budgetierung der Universitäten zu
drücken, obwohl gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von
Investitionen in Bildung und Forschung entscheidende Impulse ausgehen.
Sämtliche Versprechungen und Ankündigungen vor der Nationalratswahl
betreffend einen Ausbau der Universitäten und die Beseitigung der massiven
Unterfinanzierung der Hochschulen werden damit als leere Worthülsen
entlarvt. Zwar findet sich im Koalitionspakt noch ein grundsätzliches
Bekenntnis zum Budgetpfad, 2 Prozent des BIP für den tertiären Sektor
aufzuwenden, ein Zeithorizont wird allerdings im Unterschied zu den Zusagen
vor der Wahl nicht mehr genannt.
Die Universitäten brauchen zur Erfüllung ihrer wesentlichen
Zukunftsaufgaben gerade jetzt ein adäquates Budgetwachstum, das über eine
bloße Teuerungsabgeltung hinausgeht.
close / add comment | Die Grünen und das Sexismus-Problem Da wird sich ja in den Zeitungen gerade nach allen Regeln der Kunst mokiert über die "Sager" des Grünen Bundesrates Efgani Dönmez und ihm werden all die Paradebeschimpfungen für Grüne appliziert, Rassist, Sexist...
Nun, der Grünen innere Einheit und Integrität sei hier außen vor gelassen, nur etwas zum Vorwurf des Sexisten:
“ Brüste zu haben reicht bei den Grünen nicht als Qualifikation.
Über die Maßen sexistisch, dieses Statement, bin ich mir ob es stimmt aber nicht so sicher, gibt es bei den Grünen doch, sogenannte Frauenquoten die erfüllt werden müssen, hier ist also ganz klar Brüste zu haben sehr wohl eine Qualifikation, diese Regelung also ebenfalls klar sexistisch, genauso wie die Plakate, vor denen Eva Glawischnig sich präsentiert. Aber hier wird - wie immer - mit zweierlei Maß gemessen.
Interview mit Efgani Dönmez in Der Standard
"Es gibt sicher keine Sanktionen" (Der Standard)
close / add comment | Die unendliche Geschichte geht weiterDer Standard titelt in Krone-Manier "'Nazi-Puzzle' wird eingestampft" und liefert damit wieder einmal ein Beispiel für Journalismus auf niedrigstem Niveau.
“ Die rätselhafte Herkunft eines Puzzles der Firma Clementoni, auf dem ein Zeichner namens Yogi Szenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz mit rundlichen, kleinen Comicfiguren darstellt, scheint geklärt.
Diese Puzzle, auf dem ein Zeichner laut Der Standard Szenen aus dem Konzentrationslager Auschwitz mit rundlichen, kleinen Comicfiguren darstellt beinhaltet in Wirklichkeit ein Potpourri (auch der Greueltaten) der Geschichte, aber für die Zeitung scheint nur dieser Ausschnitt wichtig.
Aber nicht nur Der Standard zeigt sich bei diesem Thema von seiner schlechten Seite, nein, auch die österreichische Zivilgesellschaft übertrifft sich wieder einmal in affektierter Empörung. Dass Der Standard ein großes Faksimile eines nur kleinen Teils des Puzzles abbildet ist symptomatisch, eben genau den Teil, der wahrgenommen wird, den Teil der Szenen des Nationalsozialismus thematisiert. Über die Pietät oder -losigkeit des Puzzles mag man streiten, dass aus einem Potpourri der Geschichte aber genau nur eine Szene herausgegriffen wird um sich darüber in allen Formen zu echauffieren, ist genau so boulevardesk wie populär in Österreich.
Noch schlimmer die Reaktion Herrn Piatniks, dessen Betrieb das Puzzle in Österreich vertrieb. Der Hersteller Clementoni, der natürlich nichts über den Inhalt des Puzzles wusste (...) forderte sofort alle Händler auf, die Puzzles an den Hersteller zurückzuschicken. Die Firma Piatnik jedoch nimmt es scheinbar als ihre Pflicht, die Vernichtung dieser bösen Verhöhnung der Opfer [...] selbst zu übernehmen und so verspricht Herr Piatnik (der übrigens meint, das ganze sei ein Skandal)
“ Was noch hier ist, und alles, was von Libro zurückkommt, wird vernichtet. Das kommt alles in eine Müllverbrennungsanlage
Alles kommt in eine Müllverbrennungsanlage, wo das Puzzle und der Blick auf die Geschichte vernichtet werden soll. Aber mehr noch, das Puzzle wird zuerst noch zu Müll degradiert, es wird weggeworfen und dann erst mit dem anderen Abfall verbrannt. Das Institutionen solche Angst vor schriftlichen oder bildhaften Publikationen haben, dass sie sie verbrennen müssen, kommt immer wieder vor. Meistens sind es jedoch totalitäre Regime.
close / add comment | Quo vadis?Martin Graf wurde zum dritten Nationalratspräsidenten gewählt. In der protokollarischen Rangordnung der Republik Österreich steht der Präsident des Nationalrates, nach dem Bundespräsidenten, an zweiter Stelle. Als Kollegium sind die drei Präsidenten des Nationalrates zur Vertretung des Bundespräsidenten sowohl im Falle einer längeren Verhinderung als auch bei dauernder Erledigung der Stelle des Bundespräsidenten, beispielsweise durch Rücktritt, Tod oder Absetzung, berufen.
“ Nicht nur das Bild Österreichs im Ausland ist beschädigt, auch die demokratische Kultur in diesem Land. Mit der Wahl Grafs wurde ein Grundkonsens in diesem Land nach 1945 aufgekündigt. Dass jemand das Parlament und den Staat Österreich vertritt, der einer rechten Verbindung angehört, die kürzlich noch das großdeutsche Reich propagierte, ist unglaublich. Grafs Satz "Die heutigen Staatsgrenzen wurden willkürlich gezogen; das deutsche Volkstum muss sich frei in Europa entfalten können", der im Spiegel zitiert wird, zeigt, welch Geistes Kind er ist.
Schaut auf dieses Land (derStandard.at) close / add comment | Und es geht weiter...Aus der Serie Oesterreichs Politiker heute der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Zum Urteil des Verfassungsgerichtshofes bezüglich Ortstafelstreit in Kärnten sagte jener 2006 “ Der Rechtsstaat ist das eine, und ein gesundes Volksempfinden das andere - und ich glaube, ich habe eine gesundes Volksempfinden.
Dass er - genausowenig wie ich, im übrigen - nicht wusste, das der Spruch aus der NS-Zeit stammt sei ihm geglaubt, ändert jedoch nichts an der Tatsache, das jemand der sein gesundes Volksempfinden über den Rechtsstaat stellt kein Repräsentant eines solchen sein sollte. Und folgendes
“ Ich habe mich mit dem Nationalsozialismus nie beschäftigt. In der Schule und in der Familie war es nie ein vorrangiges Thema. Und danach haben sich für mich andere Fragen gestellt. Ich habe wenig Wissen über die Nazi-Zeit.
ist wohl auch nicht der Umgang mit Geschichte, den man sich von einem Landeshauptmann erwartet. close / add comment | Medienschelte Die österreichische Zeitungslandschaft unterbietet sich wieder einmal in ihrem Niveau. Während News über Haiders schöne Töchter schreibt, ist die Tageszeitung Österreich schon seit Tagen damit beschäftigt, Josef Fritzl als zur Vergewaltigung geborenes Monster darzustellen und die Ganze Woche entlarvt Haiders Autounfall als von Erdstrahlen verursacht.
Nun, während man von (gewissen) österreichischen Printmedien ja bereits nichts anderes mehr erwartet, hat es mich schon verwundert, das sogar die Zeit, die doch als Qualitätsprintmedium einen sehr hohen Stand bei mir genießt, nichts besseres als Aufmacher findet als mit Der Bösewicht, den wir vermissen eine Haider-Retrospektive zum Wochenthema zu machen.
close / add comment | Tag des Bleiberechts Heute ist Tag des Bleiberechts. darauf wird in vielen Städten österreichs mit einem demonstrativen Sesselmeer hingewiesen.
“ Wenn am Freitag überall Sessel aufgestellt werden, heißt das nicht, jemand wird vor die Tür gesetzt, sondern das Gegenteil: Es gibt Platz!
So steht es in der Furche und ich denke Wolfgang Machreich hat den Geist dieser Aktionen hier gut eingefangen. Wer sich also engagieren will findet sicher eine Aktion in seiner Nähe. Ich - zugegebenermaßen - habe mich mit dem Thema bisher noch nicht so eingehend auseinandergesetzt, doch für mich und alle anderen, denen es ähnlich geht, gibt es wohl keinen passenderen Tag als heute, diesen Informationsbedarf nachzuholen. close / add comment | Trauer und SchamAls ich folgenden Artikel in den Salzburger Nachrichten von heute las, verspürte ich Scham und Trauer. Trauer, weil es mich wirklich traurig macht, mich für ein Land schämen zu müssen, in dem ich eigentlich sehr gerne lebe und das mir eigentlich sehr am Herzen liegt. Scham, weil es nicht angehen kann, das Politikerinnen, die solches von sich geben wie Frau Winter, erstens weiters Politikerinnen bleiben können und zweitens auch noch Nationalratsabgeordnete werden. Es ist wirklich bestürzend, dass es in Österreich keine Grenze zu geben scheint, für die Schäbigkeit und Hefitgkeit der Ressentiments die gewisse Politiker von sich geben.
Frau Winter wird sich - hoffentlich - vor dem Gericht wegen Verhetzung zu verantworten haben. Vielleicht wird sie auch verurteilt. Traurig ist, dass es erst ein Gericht braucht um in einer Demokratie (das heißt, das Volk wählt seine Vertreter selbst aus) solche Demagogen ihres Amtes zu entheben.
close / add comment | Roten Zahlen und blaues Wunder - ein schwarzer Tag. Dass die Schwarzen erfreulicherweise und erwartungsgemäß die höchsten roten Zahlen schrieben kann nicht über das blaue Wunder der Wahl hinwegtrösten. Vor allem über das blaue Wunder, das wir alle erleben werden in den nächsten 5(?) Jahren, weil die Wähler dem rechten Flügel grünes Licht für eine Regierungsbeteiligung gaben, den grünen dafür keine Zustimmung, was selbige wieder in die Opposition zwingt (sollten sie ihren Idealen treu bleiben) und somit regierungspolitisch noch immer grün hinter den Ohren bleiben lässt.
Es sieht also so aus, als würde die nächste Koalition wieder den roten Teppich für die schwarzen Schafe ausrollen. Hatten wir ja schon. Und während sich die einen grün und blau ärgern weil's wieder nicht funktioniert hat werden die anderen gelb vor Neid weil sie nicht in den Nationalrat kommen. Gewonnen haben die, die das blaue vom Himmel versprochen haben. Ein schwarzer Tag. Weil schuld sind nicht die Parteien, wie niveaulos ihr Wahlkampf auch immer war, sondern wir, die Wähler. close / add comment | Religions- vs. EthikunterrichtUnter dem Titel "Mief von tausend Jahren" druckt economy einen sehr interessanten Artikel über den - mittlerweile antiquierten - Religionsunterricht an österreichischen Schulen ab.
Junge Menschen brauchen kein Nachbeten biblisch-moralischer Normen im Religionsunterricht, sondern ein Rüstzeug, mit dem sie komplexe ethische Probleme der Gegenwart bewältigen.
mehr...close / add comment | Die ChristenWir sind der Meinung, dass Homosexualität eine Krankheit ist
...sagen Die Christen und Spitzenkandidat Alfons Adam verkündet weiter, dass seiner Wahrnehmung nach die "Instrumentalisierung der Homosexualität zu politischen Zwecken nur dazu dient, die Ehen und Familien zu zerstören". Diese wiederum mögen vor Abtreibung geschützt und rechtlich privilegiert werden, weil "andere Lebensformen nur dem Eigennutz dienen und nicht dem Wohl des Volkes und Landes"
Sehr setzen sie sich auch für die Gelichberechtigung der Frauen ein: "Was wir den jungen Frauen anbieten können, ist, sie zu stärken, sich selbst zur Wehr zu setzen und gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu verlangen", sagt Hedwig Kirchmair auf die Frage nach gleichen Löhnen für Frauen, nachdem sie erklärt hat, wie sie als junge Berufseinsteigerin eben einfach einen gerechten Lohn verlangt hat. Konkrete Angebote und Unterstützungsmaßnahmen "könnte man sicher andenken, [sind] aber noch nicht angedacht worden"
Nun ja, so steht's auf fm4.orf.at, für mehr Information eben dort oder auf diechristen.at
close / add comment | Wieder zurückNach längerem Urlaub sozusagen bin ich nun wieder (fast) ganz zurück im Alltagsleben. Positive Eindrücke vermittelte die Radfahrerstadt München, mit ihrem englischen Garten und französischem Park (oder wie auch immer...), das sympathische Augsburg, ein netter Herr aus Wien, beschäftigt in der Baustoff-Warenausgabe beim OBI im 5. Bezirk, der uns zuerst trotz Feierabend und Ramadan (=ganzer Tag ohne Speis und Trank) noch unsere Dämmwolle aushändigte und dann zu allem Überfluss auch noch wartete bis wir die Holzverkleidung gekauft hatten und uns dann mit allem in seinem Privatauto nach Hause fuhr; ein Abend mit Musik aus dem GameBoy im Rhiz, der durchaus ernstzunehmende Produktionen beinhielt und die monarchischen Prunkbauten Wiens. Negativ fielen vor allem die überhöhten Museumspreise der Stadt Wien auf sowie die Reisekosten bei der österreichischen Bundes- und der Deutschen Bahn. close / add comment | TV-KonfrontationDie zweite TV-Konfrontation zur Wahl 2008 war mit einem Wort schön. Ein gepflegtes Gesprächsklima, kein unnötiges dem-anderen-ins-Wort-fallen oder persönlich angreifen. Einfach sachlich, freundlich, schön.
Bericht dazu auf orf.at, die Sendung und die anschließende Analyse in Kürze online zu sehen auf wahl08.orf.at close / add comment | Einen weiteren Tiefpunkt...hat die Politik in Österreich erreicht. In Wien tritt zur Nationalratswahl unter anderem die Tierrechtspartei an.
Das Programm der Tierrechtspartei befindet sich in Entwicklung.
steht auf deren Website, dafür haben sie ein ausführliches Tierschutz- und Tierrechtsprogramm. Frage mich woher die 500 Unterschriften bekommen haben, von Tieren?
Naja, vielleicht ist eine 4-Prozent-Hürde doch ganz gut... close / add comment | | Juxtaposition | Liberales Forum wieder im Geschaeft. Fast.Jedenfalls wollen sie wieder (und wieder mit Heide Schmidt!), haben es aber leider nicht fuer noetig befunden, auf ihrer Homepage neben der Bitte um Unterstuetzungserklaerungen auch noch so etwas wie ein Programm oder wenigstens ein paar Kernpositionen zu praesentieren. Schade, haette die gerne unterstuetzt. Aber, vielleicht lassen sie sich ja von meiner Anforderung diesbezueglich etwas anspornen. Man kann nur hoffen und die Homepage im Auge (oder Browser) behalten...
UPDATE: Meinung revidiert. close / add comment | | older entries |
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